Wie du eine Über mich-Seite schreibst, die jeder gerne liest

Wie du eine Über mich-Seite schreibst, die jeder gerne liest

Du sitzt wie erstarrt vor deinem Bildschirm und die richtigen Worte wollen und wollen einfach nicht kommen. Du fängst einen Satz an, löschst ihn wieder, nur um in durch einen anderen Satz zu ersetzen, den du noch bescheidener findest. Wenn das der Fall ist, arbeitest du gerade vermutlich an deiner Über mich-Seite.

Aber sei dir sicher: Du bist mit deinem Schreibproblem nicht allein. Denn wer schreib schon gern über sich selbst?

Das fällt bei einer klassischen Bewerbung schon schwer. Und dann soll man das auch noch auf die eigene Website packen und online stellen, damit es alle Menschen dieser Welt lesen können? 

Ja, genau das sollst du tun. Aber jetzt kommt der Gamechanger!

 

 

Auf der Über mich-Seite geht es nicht nur um dich!

Es geht in erster Linie um deine Besucher:innen und Kunden:innen. Eigentlich sollte diese Seite „Über uns“ heißen. Sie ist dazu da, eine Verbindung zwischen dir und deinen Leser:innen herzustellen.

Deine Über mich-Seite ist die Seite, auf der du die Interessenten*innen für dich gewinnst. Und das gelingt dir nicht, wenn du nur von dir redest. 

Stell dir vor, du lernst jemanden kennen und ihr trefft euch auf einen Kaffee. Allerdings spricht dein Gegenüber die ganze Zeit nur über sich selbst. Hättest du da Lust auf ein erneutes Treffen? Vermutlich nicht. 

Deinen Usern:innen geht es genauso. Sprich nicht nur von dir und über dein Business, dein Produkt oder dein Können. Sie möchten, dass es um sie geht. Du sollst ihre Probleme kennen und lösen. Sie möchten sich verstanden fühlen. Dann sind sie möglicherweise bereit, bei dir zu kaufen oder dich zu buchen.

Wenn du non-stop von dir selbst sprichst, hören sie dir irgendwann nicht mehr zu, verlassen deine Website und starten ihre Recherche erneut.

Du hast auf deiner Über mich-Seite also die Chance, deine User:innen davon zu überzeugen, dass du sie verstehst und ihnen helfen kannst. 

Die meisten deiner Besucher:innen wollen erst mal schauen, mit wem sie es zu tun haben. Erst dann wird gekauft, gebucht oder Kontakt aufgenommen. 

Damit das geschieht, musst du auf jeden Fall 4 Fragen im Laufe deiner Über mich-Seite beantworten:

  • Mit wem habe ich es zu tun?
  • Was habe ich davon?
  • Woher weiß ich, dass das alles stimmt?
  • Wie kann ich in Aktion treten oder wie kann ich Kontakt aufnehmen?

Hört sich gar nicht so schwer, oder? Lass uns die Fragen mal einzeln beleuchten.

Mit wem habe ich es zu tun?

Hier begehen viele bereits den ersten Fehler: Sie führen ihren kompletten Lebenslauf aus.
Dein Lebenslauf mit 5 Praktika, 4 Ausbildungen und einem Studium an einer renommierten Uni interessiert hier nur am Rande. Die Leute wollen wissen, wer du bist und warum sie bei dir bleiben sollen. Erzähle ihnen lieber, warum du genau das machst und warum du dir gelandet bist, wo du jetzt bist. Fang aber bitte nicht bei Adam und Eva an.

Quick Tipp Nr. 1 – Der Party Tipp

Stell dir vor du bist auf einer Party und sollst erzählen, was du so machst.

Den anderen Partygästen erzählst du ja auch nicht, wo du überall schon ein Praktikum gemacht hast, sondern warum du da bist wo du jetzt bist. Warum du genau das machst?

Quick Tipp Nr. 2 – Storytelling

Nimm deine Leser:innen mit auf eine Reise: Warum tust du, was du tust? Gibt es Schlüsselmomente? Was auch immer dir einfällt. Die Geschichte soll wie eine gute Gruselgeschichte am Lagerfeuer sein: Spannend, fesselnd und leicht zu merken.

Was habe ich davon?

Welchen Vorteil haben deine Kunden*innen? Wichtig ist, dass du hier auch die Probleme deine Kunden anspricht und für sie löst. Bist du zum Beispiel ein Hersteller für Lautsprecher und wollen deine Leser:innen einen klaren und vollen Klang, dann sag ihnen das auch. Du kannst gar nicht oft genug sagen, was sie bei dir bekommen.

Quick Tipp Nr. 3 – Achte auf deine Wortwahl

Wähle deine Worte hierbei weise. Niemand möchte leere Worthülsen oder abgedroschene Versprechungen hören. Streiche folgende Worte aus deiner Über mich-Seite: Innovativ, kundenorientiert oder der Kunde steht im Mittelpunkt.

Woher weiß ich, dass das alles stimmt?

Eine Frage an dich: Wenn du in ein Restaurant gehst, dass du noch nicht kennst oder eine neue Laptoptasche kaufen möchtest, was machst du dann? Richtig, online recherchieren, ob es schon Bewertungen gibt. Diese Bewertungen und Rezensionen bei Google oder Amazon erbringen den Beweis, dass das Restaurant oder die Laptoptasche gut ist und hält, was sie verspricht. Warum sollte das bei dir anders sein? Arbeite hier mit Rezensionen, damit sich deine Leser:innen sicher sein können, dass es bei dir den geilen Scheiß gibt.

Quick Tipp Nr. 4 – Testimonials und Rezensionen

Social Proof heißt hier das Zauberwort. Mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Wie kann ich in Aktion treten oder Kontakt aufnehmen?

Deine Leser:innen sind nun überzeugt mit dir arbeiten zu wollen. Lass sie jetzt nicht alleine, sonst hängen sie in der Luft und wissen gar nicht, was sie machen sollen.

Ein klarer Call to Action kann deinen Lesern:innen zeigen, was der nächste Schritt ist. Sollen sie einen Termin bei dir buchen? Oder per Mail Kontakt aufnehmen? Sag ihnen, was zu tun ist.

Quick Tipp Nr. 5 – Call To Action

Man kann es gar nicht oft genug sagen. Mach es deinen Lesern:innen so leicht wie nur möglich. Und wenn das heißt, dass du 5 Buchungsbuttons auf deine Über mich-Seite setzten sollst, dann machst du das einfach. Es gibt nichts Schlimmeres, als sich durch eine coole und ansprechende Über mich-Seite zu lesen und dann am Ende nicht zu wissen, wie man eigentlich in Kontakt treten kann. Mach du diesen Fehler nicht.

Am Ende möchte ich dir noch ein sehr wichtiges Learning mit auf den Weg geben.

Die Über mich-Seite ist eine work in progress-Seite

Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du deine Über mich-Seite hin und wieder mal anpasst, aktualisiert und umschreibst. Vielleicht gestaltest du sie ja auch um, weil sie nicht mehr so ganz zu dir passt. Ich überarbeite meine Über mich-Seite auch regelmäßig – zumindest versuche ich es.

Trau dich also, deine Seite online zu stellen und lass deinen Perfektionismus außen vor.

5 Fragen, die dir das Erstellen deiner Homepage einfacher machen

5 Fragen, die dir das Erstellen deiner Homepage einfacher machen

Deine eigene Homepage zu gestalten – eine große Aufgabe!

Du musst dich für Farben entscheiden, mindestens eine Schriftart wählen, Bilder aussuchen und und und 😱

Wenn dir beim bloßen Gedanken daran der Kopf schon raucht, lies weiter.

Vor einiger Zeit stand ich auch vor dieser Herausforderung. Mir rauchte der Kopf und ich wusste nicht mehr, wo hinten und wo vorne ist. Der Grund dafür war einfach: Ich habe einfach mal angefangen. Ohne Plan oder ein festes Ziel. Nach einigen verworfenen Ideen und unglücklichen Layouts habe ich noch mal ganz von vorn angefangen. Alles gelöscht und auf Anfang. Und dieses Mal mit System! 

Bevor auch nur ein Wort auf der Homepage stand, habe ich mir 5 Fragen gestellt:

Wer? Wofür? Was? Wo? Wie?

Wie in der Schule formulierte ich W-Fragen, an denen ich mich entlang hangeln konnte. Sie dienen mit heute noch, um eine Homepage sinnvoll aufzubauen und den Fokus nicht zu verlieren. 

Aber jetzt zu den Fragen, die dir vor der Erstellung deiner Homepage stellen solltest.

 

Wer soll deine Homepage besuchen? Und wer bist du?

Okay, genau genommen sind das 2 Fragen, aber wir wollen mal nicht so sein. Zum einen ist es superwichtig, dass du dir im Klaren darüber bist, wer du bist und was du anbietest. Wir nehmen jetzt einfach mal an, dass du genau weißt, wie das Angebot, dass auf deiner Website präsentiert werden soll, aussieht. Dann geht es jetzt darum, deine Zielgruppe genauer einzukreisen. Denn die soll ja klicken und kaufen. Dazu musst du einiges über deine potenziellen Kund:innen wissen: unbewusste Probleme, bewusste Probleme, wo stehen sie gerade, usw. Hierzu gibt es unzählige Blogartikel und Experten in den Weiten den World Wide Web (suche einfach mal nach Kundenavatar, Wunschkunde oder Zielgruppe). Mit Sicherheit gibt es auch irgendwann von mir einen Blogeintrag zu dem Thema, bis dahin schau doch mal ins Netz 😉

Wieder zurück zum Thema: deine Zielgruppe. Wenn du die Probleme und Wünsche deiner Zielgruppe kennst, lässt sich der Inhalt – der Content –  deiner Homepage leichter erstellen. Du weißt dann, für wen du Texte schreibst und für wen die Bilder ausgewählt werden. Nahezu deine gesamte Website ist auf deine Zielgruppe ausgerichtet. Sie soll angesprochen werden und am Ende natürlich kaufen oder buchen. Was davon sie am Ende machen sollen, bringt uns auch schon zur nächsten Frage.

 

Wofür brauchst du deine Homepage?

Easy Frage oder? Nein, eben nicht. Du hast unzählige Möglichkeiten, was du mit deiner Website anstellen kannst. Nehmen wir an du möchtest dein Angebot vorstellen. Was sollen deine User:innen dann tun? Direkt kaufen? Erst mal einen Termin bei dir buchen? Sich für deinen Newsletter eintragen, damit du ihnen das Angebot schicken kannst?

Diese Frage zielt auf das Ziel deiner Website ab. Möchtest du dass man dich kennenlernt, damit die User:innen dich für ein Event buchen? Dann brauchst du eine völlig andere Homepage als jemand, der seinen User:innen direkt zum Kaufen bewegen möchte.

Außerdem ist es wesentlich einfacher, die Inhalte deiner Website zu erstellen, wenn du schon weißt, worauf du hinaus möchtest. Im Prinzip ist es wie beim Sport: Wenn ich weiß, dass ich einen Marathon laufen will, trainiere ich ja auch keine Sprints. Übertragen heißt das: Wenn ich will, dass meine User:innen mich als Sänger:in für einen Liedabend buchen, muss ich ihnen die Möglichkeit geben eine Anfrage zu stellen anstatt einen dicken Button mit „Jetzt Kaufen“ darauf. Simple as it is.

 

Was soll auf deiner Homepage zu sehen sein?

Was soll überhaupt drauf? Welche Bilder? Welche Texte? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Alles was deiner Zielgruppe dabei hilft, die Aktion durchzuführen, die du von ihr erwartest. Und genau darum brauchen wir die Fragen, die wir uns zuvor bereits gestellt haben. Wenn wir unsere Zielgruppe kennen, wissen wir welchen Ton wir anschlagen können, wir können sie mit entsprechendem Content auf emotionaler Ebene erreichen und sie gezielter ansprechen. Wenn du ein Dienstleister für Social Media Marketing bist bringen dir Bilder von schönen Bergen und Seen herzlich wenig. Als Wanderguide in den Alpen sieht das allerdings anders aus.

 

Wo kommt was hin?

Jetzt fangen wir so langsam an uns an das Erscheinungsbild deiner Homepage zu machen. Wo soll was hin? Wie viele Unterseiten sind nötig? Hier geht es noch nicht um Farben oder Schriften. Es geht einzig und allein darum, einen sinnvollen Aufbau zu finden, sodass dein User:in sich auf deiner Seite zurechtfindet.

Das Schlagwort, dass in diesem Zusammenhang immer wieder fällt ist „Usability“. Damit ist die Benutzerfreundlichkeit deiner Homepage gemeint. Findet man sich einfach zurecht? Gelangt man in 3 Klicks dahin, wo man hin möchte? Das fängt bei der Einfachheit und Verständlichkeit der Menüpunkte an und endet bei einer Schrift, die leicht zu lesen ist.

Kurz: Ist deine Homepage zielführend und verständlich aufgebaut, dankt es dir nicht nur dein User:in sonder auch Google (Stichwort: Suchmaschinenoptimierung).

 

Wie erstelle mache ich das alles zu einer schönen Website?

Und zu guter Letzt: Wie soll deine Homepage aussehen? Jetzt kommt das was (zumindest mir) immer superviel Spaß macht. Farbpalette, Schriftauswahl und Details. Hier kannst du dich inspirierend lassen, Moodboards erstellen und bei den Kollegen stöbern. Du solltest dich aber nicht im Farbrausch verlieren. Lege dich auf 3-5 Farben fest, damit deine Homepage nicht wie ein Wasserfarbkasten wirkt – außer es ist dein Ziel. Du brauchst normalerweise nicht mehr als 3 Farben: eine für den Hintergrund, eine Schriftfarbe und eine Highlightfarbe.

Auch bei den Schriften solltest du dich auf 2, maximal 3 verschiedene reduzieren. Eine Schriftart für die Headlines und eine für den Fließtext. Letztere sollte auf jeden Fall gut lesbar sein und keine Serifen enthalten. Serifen sind diese kleinen Strichchen, die du an den Kanten der Buchstaben in meinen Überschriften siehst. Zum Beispiel oben und unten am kleinen L. Die Schrift für meine Fließtexte ist serifenlos und hat keine kleinen Strichchen.

Natürlich wollen hier auch Detailentscheidungen getroffen werden. Wie soll der Hovereffekt deiner Buttons aussehen oder über wie viele Ebenen der Hintergrund gehen soll.

 

Hoffentlich konnte ich dir mit diesen 5 Fragen dabei helfen, den Schritt in Richtung eigene Homepage zu wagen. Und auch wenn du am Ende die Website nicht selbst erstellen solltest, freut sich dein Webdesigner über die geleistete Vorarbeit 😉